Auf Einladung der SPD haben die Ricklinger Vereine zusammen mit dem Stadtkämmerer Marc Hansmann, Ratsherr Erik Breves, Bezirksbürgermeister Markurth, der Ortsvereinsvorsitzenden Sophie Bergmann sowie anderen Mitgliedern des SPD-Ortsvereins und der SPD-Bezirksratsfraktion den städtischen Haushaltsentwurf diskutiert. Dieser war von Oberbürgermeister Weil und dem Kämmerer im November mit der sportlichen Drucksachennummer 1896 in die städtischen Gremien eingebracht worden.
Als Marc Hansmann die Einnahmen und Ausgaben der Stadt erläuterte, wurde schnell klar, dass Hannover in der Vergangenheit gut daran getan hatte, Privatisierungen zu vermeiden. So sind wir heute eine der vermögendsten Städte Deutschlands. Allerdings müssen auch wir in den kommenden Jahren den Gürtel noch einmal ein wenig enger schnallen, um uns Schritt für Schritt wieder an einen ausgeglichenen Haushalt heranzuarbeiten. Beim aktuellen Haushaltssanierungskonzept, wird es jedoch nicht darum gehen, weitere Streichungen vorzunehmen, die große Einschnitte für die Bürgerinnen und Bürger bedeuten würden. Stattdessen sollen die Erträge und damit die Wirtschaftlichkeit der Stadt weiter erhöht werden. Für die anwesenden Vereine wurde diese Nachricht mit Erleichterung aufgenommen.
Trotz des Sparzwanges konnte in Hannover in den letzten Jahren vieles erreicht und umgesetzt werden. So haben wir hier in Vergleich mit anderen westdeutschen Kommunen Spitzenwerte bei der Kindesbetreuung und wir arbeiten daran, zum Beispiel die Zahl der Krippenplätze weiter zu erhöhen. Auch die Schulsanierung wurde konsequent vorangetrieben und die Zahl der Ganztagsschulen erhöht. Dabei gilt das „Hannoveraner Modell“ als Musterbeispiel für andere Kommunen in Niedersachsen. Auch in Zukunft wird hier unser Schwerpunkt liegen. Die Vereine und die Sportförderung bleiben dabei jedoch nicht auf der Strecke. Besonderes Lob seitens der anwesenden Vereinsvertreter fand der „HannoverAktivPass“, der es allen Empfangsberechtigten des möglich macht, in städtischen Einrichtungen wie z. B. in Hallen- und Freibädern oder in Kultureinrichtungen einen vergünstigten Eintritt zu erhalten. Mit dem Stadtsportbund Hannover ist zudem eine Ermäßigung, beziehungsweise ein Erlass des Vereinsbeitrages für Jugendliche vereinbart worden. Das hat den Vereinen zahlreiche Neumitgliedschaften beschert. Im Rat der Landeshauptstadt wird es deshalb auch darum gehen zu prüfen, wie der Kreis der Empfangsberechtigten für den HannoverAktivPass noch ausgeweitet werden kann. Ratsherr Breves machte zudem deutlich, dass man bei Themen wie der Unterstützung des Ricklinger Bades, der Sanierung des Sportparks Wettbergen und der Sportanlagen am Mühlenholzweg und Meisenwinkel hartnäckig bleiben werde: „Da bleiben wir dran und werden darauf achten, dass kein Verein im Regen stehen gelassen wird!“